duo-Händler ganz nah: Josephine Wendland von „Spielzeugland Messedat“

Spielzeugland Messedat

Josephine Wendland ist langjährige Mitarbeiterin im Berliner „Spielzeugland Messedat“ in den Schönhauser Allee Arcarden. Die junge Frau teilt eine Leidenschaft mit ihren kleinsten Kunden: Pokémon. Welche Eigenschaften sonst noch nützlich für die Arbeit in einem Spielzeuggeschäft sind und wie sie ihre Leidenschaft zum Beruf machte, erfährst Du im Interview.


Wie sieht die erste Arbeitsstunde Ihres Tages aus? Das Wichtigste für die, die im Verkauf tätig sind, ist es, auch morgens nach der Öffnung beim Kunden einen guten Eindruck zu machen. Also füllen wir Regale auf, wischen den Verkaufstresen blitzeblank und rücken alles gerade, was vom Vortag noch schräg dasteht.

Beschreibe eine Situation in der Sie über sich selbst lachen konnten. Egal, ob das in dem Moment war oder erst später. Gerade eben beim Ausfüllen dieses Fragebogens, las ich die erste Frage (erste Arbeitsstunde des Tages) während es hier schon 20:30 Uhr ist. Ein Kunde betrat das Geschäft und statt „Schönen guten Abend“ zur Begrüßung, wünschte ich ihm einen guten Morgen. Nicht nur ich habe über mich selbst gelacht, sondern auch der Kunde und all meine Kollegen die in Hörweite waren. Naja, passiert. 😉

Wie sieht eine typische Arbeitswoche bei Ihnen aus? Von Montag bis Freitag bekommen wir täglich Ware von jeglichen Herstellern. Wir haben ein großes Team und teilen die Arbeit somit aufs Lager, den Verkaufsraum und die Kassentätigkeiten auf. Es wird ausgepreist, verräumt und verkauft und das den ganzen Tag lang!

Wie wählen Sie Ihr Sortiment aus? Wichtig ist es Trends zu folgen – dafür braucht man ein spezielles Gespür, schließlich kündigt sich nicht jeder Trend langfristig an. Die Spielwarenmesse in Nürnberg, die wir jedes Jahr besuchen, ist dabei eine große Hilfe. Außerdem ist es wichtig, den speziellen Kundenwünschen zu folgen. Regional gibt es immer bestimmte Bedürfnisse, die beachtet werden müssen und wir versuchen den Wünschen, so gut es geht, gerecht zu werden und den Kunden auch exklusive Artikel zu bieten, die sie in den großen Spielwarenketten nicht bekommen würden. Das wissen die Kunden auch zu schätzen und entdecken immer wieder neue Besonderheiten. Es gibt außerdem viele Produkte, die man einfach da haben muss – ob das nun bestimmte Brettspielklassiker oder Kleinstartikel betrifft – und auch da versuchen wir, immer volle Regale zu haben.

Was hat Sie dazu bewegt das zu tun, was Sie heute tun? Ich habe vor meiner Arbeit im Verkauf erst einmal Medienwirtschaft studiert. Neben dem Studium jobbte ich in einer Bäckerei und habe dabei meine Leidenschaft für’s Verkaufen entdeckt. Als dann klar war, dass ein Beruf in den Medien mich nicht glücklich machen würde, habe ich mir die tollste Ware die es gibt zum Verkaufen gesucht – und das sind natürlich Spielwaren.

Wie war Ihr Weg bis zu dem Zeitpunkt heute? Welche Schritte haben Sie durchlaufen? Ich habe nach meinem (nicht vollendeten) Studium die Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau im Spielzeugland Messedat in schnellen zwei Jahren durchlaufen und wurde glücklicherweise auch übernommen. Ich habe daraufhin bald meinen Platz in der Brettspielabteilung gefunden. Das macht besonders viel Spaß, da ich und meine Kollegen oft zu Weiterbildungen gehen können und somit immer gute und umfangreiche Beratung bieten können. Außerdem machen die Schulungen auch einfach totalen Spaß!

Was war die beste Entscheidung in Ihrer beruflichen Laufbahn? Das Studium abzubrechen und in die Spielwarenbranche zu wechseln. In einem familiären Betrieb, wie hier im Spielzeugland, hat man ein tolles Team, umfangreiche und interessante Waren und viele Stammkunden sowie Laufkundschaft, die einfach bei der Arbeit für eine gute Stimmung sorgen. Meistens zumindest. 😉

Was macht Ihnen an Ihrem Job am meisten Spaß? Am besten gefällt mir das Beraten der Kunden. Wenn jemand vorbei kommt und noch uninspiriert ist, macht es Spaß zusammen den Weg zum richtigen Geschenk zu finden. Lustig ist auch immer wieder wenn Kunden den Namen eines Spiel nicht kennen und man dann raten muss was sie meinen. „Da hat man so Karten… Mit Zahlen drauf.“ – Solche Erklärungen sind immer wieder lustig. Aber komischerweise findet man letztendlich doch heraus, was der Kunde tatsächlich gesucht hat.

Auf was können Sie in Ihrem Leben nicht verzichten? Pokémon – Das mag jetzt komisch klingen für eine 28-jährige, aber das ist mein Ernst. Alle meine Kollegen finden es ein wenig abstrus, dass ich mich für diese bekannte Marke auch privat so interessiere, aber es ist auf Arbeit doch des öfteren sehr hilfreich. Wenn ein Kind kommt und nach einer „Mimigma“-Box fragt, kann ich gleich zur Vitrine gehen und sagen „Ja, haben wir. Da steht sie“ ohne erstmal den Titel aller Kartenboxen zu lesen. Dadurch entstehen oft angeregte Gespräche – gerade mit den kleinen Kunden. Pokémon Karten und die Nintendo 3DS-Spiele machen einfach zu viel Spaß. Ich könnte nicht ohne.

Was war Ihr liebstes Schulfach? Kunst, Psychologie und Englisch haben mir immer besonders viel Spaß gemacht. Besonders das letztere ist bei uns im Geschäft sehr nützlich, da wir auch viele Touristen bei uns begrüßen dürfen und Berlin ja sowieso ein Schmelztiegel der Nationen ist. Da ist es immer nützlich, eine Fremdsprache zu beherrschen.

Was sind Ihre Stärken? Ich kann schnell denken, mir viel merken und bin im Allgemeinen wohl recht sympathisch und wortgewandt. Alles gute Eigenschaften für den Verkauf.

Was sind Ihre Schwächen? Manchmal ist mein Mund schneller als mein Gehirn – da muss ich noch lernen mich ein bisschen zu bremsen.

Spielzeugland Messedat
Spielzeugland Messedat in den Schönhauser Allee Arcarden in Berlin

Anschrift

🏠 Spielzeugland Messedat, Schönhauser Allee 79-80, 10439 Berlin

Im Internet

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Wir danken Josephine Wendland für dieses Interview und wünschen allen Mitarbeitern des „Spielzeugland Messedat“ auch in Zukunft viel Erfolg!